Termine / Archiv

Unser Archiv finden sie weiter unten nach Datum geordnet.

 

Termine:

Demnächst finden Sie wieder aktuelle Termine an dieser Stelle.
 


 
 

Archiv und Impressionen:

frühere Veranstaltungen
und frühere Stellungnahmen

 
 

21.4.2024: Grußbotschaft zum Pessahfest

 
Liebe Jüdische Gemeinde Emmendingen / Offenburg,
Empfangt unsere freundlichen und herzlichen Grüße zu Eurem Pessah-Fest.
Mitten im Frühlingsmonat Nissan feiern Sie mit dem ganzen Jüdischen Volk eines Ihrer wichtigsten Feste. Dabei gedenken Sie, wie im Alten Testament in der Exodusgeschichte überliefert, des Auszugs Ihrer Vorfahren aus Ägypten und feiern die Befreiung aus der Sklaverei der Pharaonen.
Dieses wichtige Ereignis in der Geschichte Israels ist für Sie ein großes Fest zugleich der Freude über die Errettung wie auch des Erinnerns an die leidvolle Sklaverei. Für viele Juden ist es auch ein traditionelles Wallfahrtsfest.
Wir wünschen Ihnen während der achttägigen Festlichkeiten mit den bedeutungsvollen rituellen Gebräuchen, wie etwa dem Verzehr von ungesäuertem Brot, eine gute herzliche Gemeinschaft.
Und wir wünschen Ihrer Gemeinde wie uns allen wieder ruhigere Zeiten, frei von Misstrauen, Hass und Gewalt. 
Möge die damalige Errettung aus großer Not auch für uns Ansporn sein, uns unablässig für eine friedlichere und weniger leidvolle Welt einzusetzen, für eine Welt, in der wir in gegenseitiger Achtung uns des Zusammenlebens vieler Kulturen und Religionen erfreuen können.
Das wünschen wir Mitglieder des AKIDO Euch ganz besonders zu Eurem Pessah-Fest und natürlich für uns alle auch darüber hinaus.

Offenburg, den 21.4.2024
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido 
Das Leitungsteam im Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Offenburg" (AKIDO)
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle

 

 

29.3.2024: Grußworte an die Christlichen Gemeinden in Offenburg

 
Liebe Christliche Gemeinden in Offenburg, 
Ostern – ein schönes freudiges Fest im christlichen Jahresablauf, das in seiner lebendigen Tradition bis heute zum Mitfeiern anregt. 
Während die Orthodoxen Christen nach Julianischem Kalender ihr Osterfest am 5. Mai begehen, ist es bei den westlichen Christen bereits am 30. März soweit (Gregorianischer Kalender).
Für Kinder steht vielfach das freudige Suchen der Ostereier im Vordergrund. Für gläubige Christen bedeutet Ostern ihr höchstes Fest: Nach Palmsonntag, an dem die Christen des feierlichen Einzugs Jesu in Jerusalem gedenken und der anschließenden Karwoche, die den Christen das Leiden Jesu vergegenwärtigt, feiern die Christen dann in der Osternacht und den Osterfeiertagen die Überwindung von Tod und die Auferstehung zum Leben.
Die Mitglieder des Akido wünschen Euch, den Christen, nach der sechswöchigen Fastenzeit nun ein fröhliches Osterfest, bei dem – ganz profan – auch ein "Schokoladehas" und viele bunt bemalte Ostereier den Frühstückstisch schmücken mögen.
 
Offenburg, den 29.3.2024
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido 
Das Leitungsteam im Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Offenburg" (AKIDO)
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle

 

 

22.3.2024: Grußworte an die Jüdische Gemeinde


Liebe Jüdische Gemeinde,
Im Gedenken an die Rettung der Juden im damaligen Persien: Feiern, bis man nicht mehr zwischen Gut und Böse unterscheiden kann, so habe ich es heute im Radio gehört. 
Also wünschen auch wir, die AKIDO-Mitglieder, Euch ein ausgelassenes Purim-Fest mit viel Freude, Tanz, Gesang, Essen, Trinken und was alles noch dazugehört. 

Offenburg, den 22.3.2024
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido 
Das Leitungsteam im Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Offenburg" (AKIDO)
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle

 

 

Podiumsgespräch "Religionsfreiheit - ein schützenswertes Gut!?"
Mittwoch, 13. März 2024, 19 Uhr
im Gemeindesaal der evangelischen Stadtkirche

(Poststraße 16, Seiteneingang)
Stärker als sonst erlebt unsere Gesellschaft unruhige Zeiten.
Zeiten, in denen zudem die Achtung gegenüber Andersdenkenden abnimmt und sich zusehends auch aggressive Intoleranz gegen alles Andersartige ausbreitet.
So schlägt auch Religionen immer wieder Hass entgegen und entsprechend nehmen auch Anfeindungen gegenüber Gläubigen zu.
Der AKIDO (Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg) griff in einem Podiumsgespräch diese Thematik als Ausdruck religiösen Rassismus auf. Im Gespräch mit  Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Religionen gingen die Teilnehmer auf zum Teil persönliche Erfahrungen ein und diskutierten über Intoleranz und Ignoranz gegenüber religiösen Gefühlen und Haltungen. Sie gingen auch der Frage nach, woher diese Aggression kommt und weckten Sensibilität und Aufmerksamkeit gegenüber solchen Gefahren. Mit einem Austausch über mögliche Wege, solchen Voreingenommenheiten begegnen zu können, trug die Veranstaltung zu mehr Toleranz und gegenseitiger Achtung bei.
Im 2. Teil wurde das Podiumsgespräch fürs Publikum zur Diskussion geöffnet.

Der Eintritt war frei
Karl Bäuerle, Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
 
 

 

 7.3.2024: Grußworte an die Muslimische Gemeinde in Offenburg

 
Liebe Muslimische Gemeinde in Offenburg,
Wir, die Mitglieder des AKIDO, haben in unserer letzten Sitzung den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dem Vorstand und der gesamten Moscheegemeinde unsere besten Grüße zum Ramadan mitzugeben. 
Im diesjährigen Zusammentreffen der christlichen Fastenzeit mit dem muslimischen Ramadan wird in schöner Weise deutlich, wie wir – in Vielfalt zwar–, aber doch auch gemeinsam versuchen, unserer Berufung als Gottes Geschöpfe nachzuspüren. 
Diese bewusste Auszeit vom hektischen Alltagsbetrieb möge unseren menschlichen Geist weit öffnen für Toleranz, Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit.
Sie sollten uns im eigenen Umfeld nicht mehr verloren gehen. Lasst uns hoffen und beten, dass sie auch angesichts weltweiter Konflikte nicht mehr und mehr in Bedrängnis geraten. 
Wir wünschen Ihnen, der muslimischen Gemeinde, eine gute Zeit, die über den Ramadan hinaus von Gottes Segen begleitet wird. 
Wir möchten Euch diese Botschaft im Namen aller Religionsgemeinschaften des AKIDO überreichen. 
 
Offenburg, den 7.3.2024
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido 
Das Leitungsteam im Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Offenburg" (AKIDO)
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle

 

 

Hass ist eine Form, Macht auszuüben

Unter dem Motto "Liebe und Hass":
Offenburger Gedenkstunde zum Tag der Befreiung des Lagers Auschwitz

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Auch in Offenburg wird an diesem Tag jährlich den Opfern des Nationalsozialismus’ gedacht. Die diesjährige Gedenkstunde fand unter dem Motto "Liebe und Hass" statt und war besonders den Kindern gewidmet, die durch die nationalsozialistischen Verbrechen fürs Leben gezeichnet wurden. Sei es, dass sie ihre Eltern und Familie verloren oder dass sie von den traumatischen Erlebnissen verfolgt wurden. An der Gedenkstunde nahmen nur wenige städtische Vertreter teil.
 
Was Hass erzeugt, wird mit Begriffen auf diesen „Mauersteinen“ deutlich.

Wolfgang Reinbold, Leiter der Abteilung Stadtgeschichte und Heimatpflege, wies gleich zu Anfang auf den Kern der Erinnerungskultur in Offenburg hin: "Nie wieder!" müsse konkret bedeuten, zu verhindern, dass künftig in Europa Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt würden, oder wie zuletzt, Synagogen und Juden noch stärker beschützt werden müssen, als dies ohnehin der Fall sei. Er verwies auch auf den Überfall der Hamas auf Israel als den größten Massenmord an Juden seit 1945, allerdings hätte es in dessen Folge ein "Versagen politischer Verantwortung auf beiden Seiten" gegeben. Das Gedenken und Erinnern, wie es durch die Gedenkstunde gelebt wird, gehöre zum Selbstverständnis deutscher Demokratie. Reinbold mahnte aber auch, dass eben dieses Gedenken in der Gegenwart ständigen Feindseligkeiten von Rechts ausgesetzt sei, die in der  Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Deutschlands lediglich eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts sehen würden. Im Folgenden legte Reinbold den Schwerpunkt seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Erinnerung und des bürgerschaftlichen Engagements, das immerfort "Brücken bauen" müsse.
Der Weg zum Rechtsstaat sei ein steiniger gewesen, so Reinbold, und dieser Weg müsse immer neu begangen werden. Eine Sisyphosarbeit, die nie beendet, aber doch erfüllend sei. Schließlich resümierte er mit Camus "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen
vorstellen."
Die Pastoralreferentin Katja Grohmann nahm in ihrer liturgischen Eröffnung Bezug auf die Kindergeneration der Holocaustüberlebenden, indem sie eine Holzeisenbahn zum Symbol der verlorenen Kindheit und der verlorenen Unschuld dieses Gegenstands durch die NS-Deportationen machte. Der Kinder zu gedenken hieße auch, sie zum Teil einer lebendigen Erinnerung zu machen.
Einen solchen Beitrag leisteten anschließend die Schülerinnen Lisann Kümmerle und Nicola Hofsäß, indem sie ihre Beiträge zum Gedenkbuch zu weniger bekannten Offenburgerinnen vortrugen, die als Jüdinnen verfolgt wurden: Betty Knaur und Alice Sapp. Beide waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert geboren und erlebten die schweren Wirtschaftskrisen der Weimarer Republik, verarmten, wurden von den Behörden schikaniert und wanderten schließlich aus, nach Kanada und in die USA. Anders als viele Offenburger Juden, die seit den 2000er Jahren die zur Versöhnung ausgestreckte Hand der Stadt annahmen, kehrten die beiden bis zu ihrem Tod nicht mehr zurück.
Wie gingen die Überlebenden mit dem Trauma der Verfolgung um? Katja Grohmann las aus "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris. Leiris, der seine Frau 2015 bei dem antisemitischen Anschlag auf den Pariser Konzertsaal Bataclan verlor, wehrt sich in seinem Buch gegen den Hass, den die Mörder seiner Frau in ihm geweckt hatten. Er benennt Hass als "Macht, die andere über mich haben. Wenn ich leide, sollen andere auch leiden." Dem wolle er nicht folgen, sondern stattdessen in der Liebe zu seinem Sohn Hoffnung für die Zukunft wecken.
Dieser hoffnungsvollen Geste folgte auch der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg (AKIDO), der in einem symbolischen Mauerbau und -abriss auf diejenigen Einstellungen und Werte Bezug nahm, die trennen und verbinden. Was baut Mauern? "Vorurteile", "Hassbotschaften",  "Antisemitismus" und vieles mehr. Anschließend wurden die Steine umgedreht und enthüllten Werte, die Brücken bauen: "Offenheit", "Versöhnung", "Toleranz".
Abschließend verwies Ruslan Manashirov vom AKIDO auf die Bedeutung des Grußes "Shalom": "Frieden soll sein" und gab diesen Gruß an das Publikum weiter. Dem folgte auch Katja Grohmann in ihrem Gebet und dem Segen zum Abschluss der Gedenkstunde. Frieden sei ein Segen Gottes, "damit wir alle zu Friedensboten werden".
Badische Zeitung, 31.1.2024 – Julika Lammermann
 

 

"Hoffnungszeichen setzen"

In Offenburg wurde den Holocaust-Opfern gedacht

Anlässlich des 79. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde im Salmen den Opfern gedacht. Zwei Schülerinnen recherchierten das Schicksal jüdischer Frauen. "Demokratie ist auf die Beteiligung der Bürger angewiesen", lautete eines der vielen Zitate anlässlich der Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus am vergangenen Samstag im Salmen.
Damit die Verbrechen der Nazis nicht in Vergessenheit geraten, schuf die Stadt Offenburg eine respektable Art der Gedenkkultur: Orte wie der Salmen, der Schillersaal und weitere Gebäude sind seit den späten 70er-Jahren als Erinnerungsstätten deklariert – zahlreiche Veranstaltungen sowie die Installation der sogenannten "Stolpersteine" erinnern an die Geschehnisse während der Herrschaft der Nationalsozialisten.
 
Nicola Hofsäß (links) vom Oken-Gymnasium Offenburg und Lisann Kümmerlin vom Max-Planck-Gymnasium Lahr (rechts) sprachen bei der Gedenkveranstaltung über die Schicksale der Jüdinnen Betti Knauer und Alice Sapp.
 
SchülerInnen recherchieren
Anlass der Gedenkstunde am Samstag war der 79. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Wolfgang Reinbold, Leiter der Abteilung Stadtgeschichte und Heimatpflege, konnte dabei eine große Gruppe von Mitwirkenden der Veranstaltung begrüßen: Darunter die Mitglieder der Initiative "Religiöser Dialog", Pastoralreferentin Katja Grohmann, Volker Ilgen, Leiter des Gedenkbuch-Projekts und SchülerInnen des Offenburger Oken-Gymnasiums und des Max-Planck-Gymnasiums Lahr. "Wir räumen diesen Menschen einen Platz ein", so Pastoralreferentin Katja Großmann.
Die beiden Schülerinnen der jeweils 9. Klassen, Nicola Hofsäß und Lisann Kümmerlin, erinnerten etwa an das Schicksal von Betti Knauer. Sie hatte damals in der Oststadt gelebt und war als Verkäuferin in der Innenstadt tätig. Sie war Jüdin und wurde "zwölf Jahre verachtet, bedroht, beleidigt", so die Recherchen der Schülerinnen. Sie konnte auswandern, ebenso Alice Sapp, geborene Rosenberg.
"Wir wollen Hoffnungszeichen setzen, die das 'Nie wieder' miteinander leben", erweiterte Pfarrerin Katja Grohmann in Bezug auf das Attentat im "Bataclan" in Paris im Jahr 2015.
Die Mitglieder der Vereinigung "Interreligiöser Dialog" waren mit Karl Bäuerle, Ruslan Manashirov, Güllü Erdem und Susanne Maier-Beton vertreten. Sie setzten mit ein starkes Zeichen gegen Hass und für ein Miteinander aller Kulturen. Eine "negative" Mauer aus Kartons mit Aufschriften von Hassbotschaften verwandelten sie in eine "positives Bollwerk gegen Hass".
 
Markus Raus (Musikschule Offenburg) mit Klezmer-Musik an der Klarinette

Sehr einfühlsam umrahmte Markus Raus von der Musikschule Offenburg die Gedenkstunde mit seiner Musik. Als musikalisches Programm hatte er die eindringlichen Töne der jüdischen Klezmer-Tradition herausgesucht. Beim abschließenden Segensgebet wurden die Besucher in den Abend entlassen. "Gehet hin in Frieden", gab ihnen die Pfarrerin mit auf den Weg.
Viele der Besucher durchliefen im Anschluss an die Gedenkstunde dann noch die Sonderausstellung "Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager" im Foyer.
Offenburger Tageblatt, 29.1.2024 – Ursula Gross
 

Gedenkstunde für die die Opfer des Nationalsozialismus
am Samstag, 27. Januar 2024 um 17 Uhr im Salmen (Mediathek):

mit Gebet, Musik und Liturgie

"Brücken statt Mauern – mit Worten verbinden"


Der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag erinnert weltweit an die Ermordung der Juden und Jüdinnen Europas. Das NS-Regime hat seinerzeit dieses monströse Verbrechen als eines der Haupt-Kriegsziele Deutschlands durchgesetzt. Jüdisches Leben in Deutschland muss nach wie vor besonders geschützt werden.
 
Das Programm zum Download: 

Anmeldung zur Gedenkveranstaltung wurde erbeten unter
Telefon 0781/822701 oder per E-Mail an salmen@offenburg.de.
 
 
 

 

Statement des AKIDO zu Toleranz und Demokratie 
bei der Demo für Toleranz, Respekt und Vielfalt am 20. Januar 2024


"Als Vertreter des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog Offenburg möchte ich im Namen unserer Religionsgemeinschaften zu Ihnen sprechen: 
Demokratie, Freiheit, Menschlichkeit, Begriffe, besser gesagt Werte, von denen wir die letzten Jahrzehnte geglaubt haben, dass sie sich in unserer Gesellschaft ganz selbstverständlich verfestigen und sich auch international ausbreiten werden, da sie der menschlichen Vernunft entsprechen und die Würde des Menschen hoch achten.
Nun aber müssen wir seit einiger Zeit erkennen, dass diese Werte aktiv verteidigt werden müssen und es nicht mehr ausreicht, wenn ihnen eine Mehrheit nur schweigend passiv zustimmt. 
 

Das Streben nach Frieden und Achtung des Mitmenschen, das in all unseren Religionsgemeinschaften Grundlage für ein menschenwürdiges und gottgefälliges Leben ist, wird nicht mehr selbstverständlich geteilt. 
Im Gegenteil brechen sich immer unverhohlener Hass, Feindseligkeit und Intoleranz gegenüber der Vielfalt menschlicher Lebensformen, der Herkunft und der Religionen Bahn. 
Jetzt, wo rechtsextreme Gruppierungen lautstark und immer aggressiver Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht mehr als Mitmenschen tolerieren wollen und sogar deren Vertreibung aus unserem Land propagieren, ist es höchste Zeit dagegen aufzustehen und aktiv für Menschlichkeit Position zu beziehen. 
 

Wir wissen, dass auch Menschlichkeit überfordert werden kann und vertrauen auf eine vernünftige Politik der Zuwanderung. 
Doch ist es für das friedvolle Zusammenleben der Menschen unerlässlich, dass wir uns gegenseitig achten, uns der Not anderer öffnen und solidarisch miteinander umgehen
Dies ist für aufgeklärte, vernünftig denkende Menschen eine Selbstverständlichkeit, wie sie es auch für religiöse Menschen ein Gebot ihrer Religion ist. 
Darum lasst uns gemeinsam den lauten und frechen Parolen solcher populistischen Demokratieverächter entgegentreten."

Karl Bäuerle, Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
(Fotos: Seller)

 

 

Internationales Fest 2023

Das weithin bekannte Internationale Fest 2023 findet am
24. und 25. Juni 2023
auf dem Offenburger Marktplatz statt. Zum

Friedensgebet der Religionen

(ebenfalls auf dem Offenburger Marktplatz)
am Sonntag, 25. Juni 2023, 12-13 Uhr
laden wir als Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg herzlich ein!

Hier das gesamte Festprogramm zum Download:

 

 

 
 

Alle Solo-Veranstaltungen zum
"Weg der Religionen" 2023:

:
Die SOLO-Termine zum Download:
 
 

Weg der Religionen, Juni 2023: Alt-Katholische Gemeinde St. Mattias

 

Das Angebot, einen vertiefenden Einblick in unterschiedliche Glaubensgemeinschaften zu erhalten, wurde mit dem Besuch der Alt-Katholischen Gemeinde St. Mattias fortgesetzt.
Besucher*innen waren eingeladen, sich am
Donnerstag, 15. Juni um 19 Uhr in der
Gymnasiumstraße 7 vor der Mattias-Kirche einzufinden.
Vertreter der Gemeinde erzählten beim Gang durch die Gruft, im Raum der Kirche und in der Betrachtung der Fenster, was es mit der Alt-Katholischen Kirche auf sich hat und warum ihr Name im besten Sinn fragwürdig ist.

 

Weg der Religionen, Mai 2023: Das Alevitentum und Evangelisch in Offenburg


 
  • 3. April 2023:
    Einladung der Moscheegemeinde an AKIDO zum Iftar (Fastenbrechen) auch als Beitrag zur „Woche gegen Rassismus“
  • 9. März 2023:
    Teilnahme am digitalen Treffen der Räte der Religionen zu „Umgang mit Konflikten“
  • 4. März 2023:
    Friedensgottesdienst als Kontrapunkt zum AfD-Parteitag in Offenburg

 


Weg der Religionen, März 2023: ZEN-DOJO Offenburg

 
Der Termin am 3.3. zum Download:



 

Aus Badische Zeitung, 28.2.2023,
zu den schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien:

Mitmenschlichkeit bleibt gefragt

Anteilnahme: Mit einer Solidaritätskundgebung, an der auch OB Marco Steffens (r.) teil nahm, wurde in Offenburg der Erdbebenopfer gedacht.
 
Geschätzte 50 000 Menschen sind bei dem schweren Erdbeben in der Region an der türkisch-syrischen Grenze ums Leben gekommen, viele haben Angehörige verloren, sind verletzt, ganze Dörfer und die komplette Infrastruktur wurden zerstört. Die Menschen leben in ständiger großer Angst, die Not wächst weiter, jeden Tag. Auch in Offenburg haben die schrecklichen Bilder der Zerstörung und des Leids viele Menschen erschüttert. Viele haben gespendet, wollen helfen und Anteil nehmen. Die öffentliche Solidaritätskundgebung als Zeichen der Solidarität und des Mitfühlens hatte Grünen-Stadtrat Aydin Özügenc mit Unterstützung des Interreligiösen Arbeitskreises Offenburg initiiert. Zwar stamme er selbst nicht aus dem Erdbebengebiet, habe jedoch türkische Wurzeln und viele Familienangehörige und Freunde in der Türkei. Täglich erreichten ihn Nachrichten, auch von in Offenburg ansässigen türkisch-, kurdisch- und syrischstämmigen Bürgern, die ihre Verwandten verloren haben und sich um die Überlebenden sorgen. "Wir hören sie mit Hilosigkeit und Entsetzen", sagt er. Diese Menschen, denen das Erdbeben alles genommen hat, brauchten unsere Hilfe und Anteilnahme. Anteil nehmen heiße nicht nur Geld- und Sachspenden, wichtig sei auch mit den Menschen zu sprechen. "Unsere Mitmenschlichkeit ist gefragt und bleibt gefragt."

Zahlreiche Menschen waren dem Aufruf gefolgt, lauschten den Klängen der Saz, der türkischen Laute, mit denen Garit Umut von der alevitischen Gemeinde die Feier musikalisch untermalte. Die Betroffenheit war ihnen anzusehen. Der Imam des türkisch-islamischen Vereins Atila Korkmaz und der Dede der alevitischen Gemeinde, Erdogan Nayir erhoben ihre Stimme zum Gebet. Im Mittelpunkt der Redebeiträge von Oberbürgermeister Marco Steffens, Initiator Aydin Özügenc und dem Vertreter des Interreligiösen Arbeitskreises stand das Gedenken an die Opfer, das Mitgefühl mit den verzweifelten Menschen, aber auch der Dankes an die vielen Helfer. Eine Schweigeminute schloss sich an.

Die Menschen waren sichtlich bewegt, manche zündeten Kerzen an, einige wischten sich Tränen aus den Augen. Die Trauer und die Verzweiflung seien unermesslich, sagte Marco Steffens. Dieses Erdbeben sei eine Jahrhundertkatastrophe, welches Menschen auf der ganzen Welt und auch hier in Offenburg berühre. "Trauer und Leid finden auch bei uns in Offenburg statt", denn auch hier hätten Menschen Familienmitglieder und Freunde verloren. "Wir denken an Sie", sicherte er den Betroffenen zu. Wichtig sei, dass die Hilfe weitergehe. Den Menschen in Offenburg sei klar, dass Hilfe und ausdauernde Solidarität auch dann noch gebraucht würden, wenn die Bilder aus dem Erdbebengebiet längst von anderen schrecklichen Nachrichten verdrängt worden seien.

Man könne auf die Stadtgemeinschaft bauen. Für die humanitäre Hilfe, die von vielen Menschen mit türkischen und syrischen Wurzeln getragen und von zutiefst betroffenen Offenburgern und Offenburgerinnen unterstützt werde, dankte er von ganzem Herzen.

"Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl zu zeigen. Es sind Menschen hier, die mit euch leiden", sagte auch Karl Bäuerle, im Vorstand des Interreligiösen Arbeitskreises, den Betroffenen die Solidarität der im Arbeitskreis zusammengeschlossenen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften zu. Der Arbeitskreis sei im Gebet mit all den türkischen und syrischen Familien verbunden und wolle nicht nachlassen, für Menschen in Not da zu sein, egal welcher Nation, Volksgruppe oder Religion sie angehörten.
 
Der Artikel zum Download:
 
Samstag, 25. Februar 2023 um 11 Uhr:

Solidaritäts- und Gedenk-Veranstaltung

auf dem Offenburger Rathausplatz unter Mitwirkung des „Arbeitskreises Interreligiöser Dialog“
 
Der Ablaufplan sah folgende Punkte vor:
•    Begrüßung und Einführung in das Anliegen
•    Wortbeitrag vonseiten der Stadt / OB Steffens
•    Musikbeitrag Gesang und Saz
•    Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin der Moschee-Gemeinde mit Totenruf
•    Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin der Alevitischen Gemeinde
•    Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin des AKIDO
•    schweigende Gedenkminute
•    Musikbeitrag Gesang und Saz 

Der Redebeitrag des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog zum Download:
 
 
Sonntag, 12. Februar 2023:

Gedenkgebet für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien

im Alevitischen Gemeindezentrum mit Wortbeitrag des AKIDO.


Der Wortbeitrag des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog zum Download:

 
 


Das waren die Duo-Veranstaltungen 2022
beim Weg der Religionen:

Die DUO-Termine zum Download:
 

 

Impression vom 17.11.2022 bei der Evangelischen Stadtkirche

Pfarrerin Jutta Wellhöner versammelte die Besucher um den Altar der evangelischen Stadtkirche. Die Bilder am Altar sind bei den Kirchenverwüstungen am 11. November glücklicherweise verschont geblieben.

Impressionen vom 22.10.2022 bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde:

 

Impressionen vom 22.10.2022 beim Zen-Buddhistischen Dojo:


 

Impressionen vom 23.10.2022 bei der Jüdischen Mikwe:

 

Impressionen vom 23.10.2022 bei der Alt-Katholischen Kirche:


 
 
 

 

Das war der festliche Eröffnungsakt am 3.10.2022 zum „Weg der Religionen“
im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Offenburg:


• Bericht in der Badischen Zeitung vom 5.10.2022:
 
Pinar Demircan, Religionsbeauftragte des Moschee-Vereins, und Pfarrer Eberhard Murzko enthüllen die Tafel an der Moschee.
 
• Bericht in der Badischen Zeitung vom 6.10.2022:
 
• Bericht auf Baden Online vom 6.10.2022:
 
• Feierstunde zur Eröffnung des „Wegs der Religionen“
Große Resonanz bei Besuchern des Festaktes am Tag der deutschen Einheit
Kurzweilig gestaltete sich das Programm, in dem die Mitglieder des Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg (AKIDO) den interessierten Anwesenden den „Weg der Religionen“ in den Räumen der Moscheegemeinde vorstellten.
Ausgehend vom Gedanken, dass aus vertieftem Kennenlernen auch mehr gegenseitiges Verständnis und höhere Akzeptanz den Andersgläubigen gegenüber erwachsen, lädt der AKIDO ein, sich auf einen gemeinsamen Weg zu begeben.
Wie in kurzen Stehgreifauftritten dargestellt wurde, begann der „Weg der Religionen“ schon 2014 mit einer gemeinsamen Erklärung in der sich 12 Offenburger Glaubensgemeinschaften ein achtsames und friedvolles Miteinander zusagten, was mit den nun begonnenen gegenseitigen Besuchen seine logische Fortsetzung fand. Mit weiteren Statements bezeugten die Mitglieder des AKIDO ihre solidarische Verbundenheit für ein menschenwürdiges Zusammenleben in unserer Gesellschaft.
Wie der „Weg der Religionen“ nun genau funktioniere, erklärten dann der katholische Pfarrer Murzko und die islamische Religionsbeauftragte Demircan beim Gehen durch die Stuhlreihen der vielen Gäste. Zwei religiöse Gemeinden laden jeweils dazu ein, sich im Anschluss an den informativen Besuch bei der einen Gruppierung auf den Weg zur zweiten Station zu machen. 5 Solcher Termine wird es geben, die in dem Begleitheft neben weiteren interessanten Informationen aufgeführt sind.  
Stationentafeln an 10 Einrichtungen informieren Interessierte über Glauben und Gemeindeleben der jeweiligen religiösen Gruppierung.
Große Beachtung fand der „Weg der Religionen“ auch überregional.
In einem Grußwort ermutigte der Vertreter des Sozialministeriums, Herr Eppinger, den AKIDO, diesen Weg der gegenseitigen Verständigung weiterzugehen. Wie auch die Vertreterin der Stiftung Weltethos, die die Bedeutung der Arbeit der „Räte der Religionen“ hervorhob, zu denen der AKIDO seit 2 Jahren zählt. Welch positive Effekte ein überregionaler Austausch solch interreligiöser Arbeitskreise mit sich bringt, erklärte die Pfarrerin aus Villingen-Schwenningen, Frau Güntter, die sich von der Offenburger „Friedenserklärung“ Impulse für die eigene Arbeit holten, wie auch die Idee zum „Weg der Religionen“ auf deren Aktion „Glaubensweg“ fußte. Bürgermeister Kopp spendete dem AKIDO großes Lob und dankte im Namen der Stadt für den Einsatz, der ein friedliches Zusammenleben der Stadtbevölkerung befördert.
Wie wichtig das gerade auch heute noch ist, zeigten Hassparolen, die in der Nacht zuvor an die Moschee aufgesprüht worden waren. Dem Schüren von Unfrieden und verächtliches Diffamieren Andersdenkender und Andersgläubiger setzt der Arbeitskreis die wertvolle Vielfalt der Religionen und den achtsamen, würdevollen Umgang miteinander entgegen.
Bürgermeister Kopp wertete diese Schmierereien nicht nur als Angriff auf alle Religionen sondern auch als Angriff auf die Stadtgesellschaft. Er verurteilte diese Aktion aufs schärfste und betonte die Solidarität aller mit der Moscheegemeinde. Auch der AKIDO verurteilt geschlossen diese Aktion im Dunkel der Nacht und ruft zu Offenheit und Dialog auf.
Für den Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
Karl Bäuerle
 

Impressionen vom Eröffnungsakt "Weg der Religionen"

 
 

 
Die Eröffnung war am Montag, 3. Oktober 2022 um 14 Uhr, Moschee, Stegermattstraße 16:
Dauer: gesamt: ca. 2 ½ Std.
davon: 
  • Festakt im Saal ca. 3/4 Std.
  • anschließende Moscheeführung und Fragenaustausch: ca. 3/4 Std.
  • Besuch der nächsten Station, Neuapostolische Kirche: ca. 1 Std. 
Das komplette Programm der Eröffnung zum Download:
 
Beachten Sie bitte auch unsere Extra-Rubrik zum Thema!
 

 
 
Sonntag/Montag, 11./12. September 2022 :

Bundeskongress der Räte der Religionen am 11./12. September 2022 in Berlin

 
Als einer der bundesweiten Räte der Religionen folgt unser Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg (AKIDO) der Einladung des Berliner Forums.
Der Kongress beginnt am Sonntag mit einem interreligiösen Friedensgebet am Brandenburger Tor.
Anschließend setzt sich die Tagung im Roten Rathaus fort. Dort wird es Gelegenheit geben, sich über die interreligiöse Arbeit der Teilnehmenden auszutauschen und sich gegenseitig kennenzulernen, bevor am Nachmittag ein neuer Sprecher*innenrat gewählt wird und organisatorische Fragen wie der Austragungsort für 2023 abgestimmt werden.
Abends wird ein kultureller Abend mit Grußworten etwas von der religiösen und interreligiösen Vielfalt Berlins sichtbar machen.
Der Montag beginnt ebenfalls mit spirituellen Impulsen, ehe dann im Anschluss Prof. Dr. Riem Spielhaus den Hauptvortrag zum Thema „Religion im öffentlichen Raum“ halten wird. 
Anschließend werden in verschiedenen Arbeitsgruppen überregional relevante Themen bearbeitet und die interreligiöse Arbeit weiterentwickelt. 

Karl Bäuerle
 

 
 
Sonntag, 26. Juni 2022:

Gemeinsames Gebet der Religionen

 
Im Rahmen des Interkulturellen Festes fand am Sonntag, 26. Juni 2022 um 12.00 Uhr auf dem Marktplatz Offenburg wieder das Interreligiöse Friedensgebet statt – wichtiger denn je! Von den Mitgliedern des Interreligiösen Arbeitskreises waren beim Gebet in diesem Jahr sechs Religionsgemeinschaften dabei. Wir luden ganz herzlich zum Mitfeiern ein.

 
Gemeinsames Gebet der Religionen am
Sonntag, 26. Juni 2022,
12.00 Uhr auf dem
Marktplatz Offenburg
 
Mit freundlichen Grüßen
Karl Bäuerle
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
Friedensgebet 2021
Freitag, 24. September 2021:

Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog lud ein zum Friedensgebet

 
Am Freitag, 24.09.2021 lud der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg zum Friedensgebet ein.
Wir verweisen auf die jedem Menschen gegebene Würde, egal welcher Nation, Religion, gesellschaftlicher Stellung oder welchen Geschlechts.
Dabei ziehen wir auch eine Parallele zwischen Religion und Grundgesetz. Auch die Gründerväter unserer Republik haben diese Menschenwürde als unantastbares Gut in unser Grundgesetz aufgenommen.

Friedensgebet am
Freitag, 24. September 2021,
18.00 Uhr im
Grimmelshausen-Gymnasium,
Gymnasiumstraße 9
77652 Offenburg

Mit freundlichen Grüßen
Karl Bäuerle
 

 
 
Sonntag, 5. September 2021:

Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
lud ein zum
Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2021


Am Sonntag, 05.09., lud der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. zum
Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2021 ein.
 
Sonntag, 5. September 2021,
11.00 - 18.00 Uhr im
Jüdischen Museum Emmendingen,
Schlossplatz 7
79312 Emmendingen
 

 

24. August 2021: Die Würde des Menschen ist unantastbar

 
Wieder wurde ein Mensch beleidigt und angegriffen, weil er die Kippa – eine jüdische Kopfbedeckung – getragen hat.
Wir verurteilen solches Handeln zutiefst, weil wir an die unantastbare Würde eines jeden Menschen glauben und unseren Umgang miteinander an diesem Grundsatz orientieren.
Wie kommen Menschen dazu, ihre eigene Sichtweise für einzig richtig und absolut zu halten, dass sie die Buntheit dieser Welt nicht ertragen und Fremdes, Andersartiges glauben hassen oder gar auslöschen zu müssen?
Hat doch jeder Mensch auf dieser vielgestaltigen Erde die gleiche Wertschätzung verdient, wie sie manche für sich selbst gerne als Respekt einfordern.
Wer in anderen Kulturen, Religionen oder mit anderen Erfahrungen aufwächst, wird auch andere Wahrnehmungen machen und zu anderen Schlüssen kommen. Das ist in unserer vielgestaltigen Welt so – und es ist gut so. Welch eine Hybris zu glauben, das eigene Denken, der eigene Wissenshorizont, die eigene Überzeugung und Haltung hätten für den Rest der Welt verbindlich zu sein.
Wurde nicht jedem von uns ohne eigenen Verdienst ein Platz auf dieser Erde zuteil, ein Leben, das wir mit Würde ausfüllen und uns als Menschen bewähren sollten?
Wenn wir an die wesenseigene Würde eines jeden Menschen glauben, sehen wir darin zugleich auch eine Verantwortung, ja einen Handlungsauftrag, diese Würde in unserem Alltag auch zu leben. Uns wurde Geist und Verstand geschenkt, damit wir diesen zum Wohle der Menschheit und der Umwelt einsetzen. Doch sich über fremde Menschen, andere Lebensweisen oder Überzeugungen zu erheben, verletzt unserer Überzeugung nach auch die eigene Würde, die uns als Menschen doch auszeichnet.

Wir hoffen mit unserem Engagement des interreligiösen Dialogs zu mehr gegenseitiger Achtung beitragen zu können und der Würde des Menschen gerecht zu werden.
 
Für den Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
Karl Bäuerle, 24. August 2021
 
 

 

15. Mai 2021: Stellungnahme des
Arbeitskreises Interreligiöser Dialog Offenburg
zum neuerlichen Palästinensisch-Israelischen Gewaltausbruch

 
Die Konfliktsituation zwischen Israel und Palästinensern hat eine lange Geschichte. Ausländische Vermittlungsversuche blieben bisher leider ohne Erfolg. Eine Schuldzuweisung für den Ausbruch der Kämpfe ist von außen fast nicht möglich. Es bewahrheitet sich in diesem Konflikt wieder auf traurige Weise, dass Gewalt und kriegerische Auseinandersetzungen zu keiner Lösung führen, nur Elend und Tod mit sich bringen. Die sich wiederholende Gewalt hat nichts zum Guten verändert, nicht für die israelische und ganz sicher nicht für die palästinensische Seite. Das war nach keinem der bisher ausgetragenen Konflikte der Intifada der Fall. Auch Sieger solcher gewaltsamen Konflikte werden keinen Frieden ernten. Vielmehr werden erneut Feindschaft und Hass gegeneinander geschürt.
 
Es gibt zu Verhandlungen keine Alternativen.
 
Auseinandersetzungen hier in Deutschland sollten auf jeden Fall unter Beachtung des Demonstrationsrechtes friedlich stattfinden. Hiesige Mitbürger jüdischen Glaubens und Kultur haben nicht zu verantworten, welche Politik in Israel betrieben wird und hiesige Bürger mit arabischem und palästinensischem Hintergrund sind ebenso wenig für die Raketenangriffe aus Gaza verantwortlich.
 
Einen hohen Stellenwert in unserem Dialog nimmt in diesem Jahr das Thema Menschenwürde ein. Unserer Glaubensüberzeugung nach hat Gott jeden Menschen mit der gleichen Würde ausgestattet. Er hat die große Vielfalt in der menschlichen Entwicklung zugelassen oder besser gesagt gewollt. Mit dieser Gewissheit ist es uns ein großes Anliegen allen Menschen mit gleicher Achtung und Respekt entgegen zu treten. Diese unveräußerliche Würde nahmen die Gründerväter ganz bewusst auch in das Grundgesetz unserer Republik auf. Keine Gruppe und kein Mensch darf wegen seiner Volkszugehörigkeit, seiner Glaubensüberzeugung, seiner Weltanschauung oder seines Geschlechts angefeindet werden. Es steht keinem zu sich über andere zu erheben. Auch dürfen wir uns nicht von interessierten Kreisen im In- und Ausland zu Anfeindungen oder Übergriffen aufstacheln lassen. 
 
Stattdessen müssen wir Wege finden, einander zuzuhören, sich besser kennen zu lernen. Nur so gelingt es uns, sich auch im Meinungsstreit mit Achtung zu begegnen.
 
Es wäre mehr als wünschenswert, wenn sich die hier lebenden palästinensischen Bürger zusammen mit den jüdischen Bürgern zu einem gemeinsamen Aufruf zur Beendigung der Gewalt und zur Aufnahme von ernsthaften Verhandlungen vereinbaren würden.
Unser AK jedenfalls würde das begrüßen.

Für den Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
Offenburg, den 15.05.2021     Karl Bäuerle
 
 

 

Gedenken an die Verstorbenen der Pandemie

 
Die im Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg verbundenen Mitglieder der verschiedenen Religionsgemeinschaften gedenken dieser Tage – wie viele Mitbürger – der Verstorbenen in dieser Coronazeit.
Viele Angehörige tragen sich schwer damit, dass sie ihre Familienmitglieder in deren letzten Stunden nicht direkt und persönlich begleiten durften. Denn nicht nur sie haben den Kontakt zu ihren sterbenden Angehörigen vermisst, wissen sie doch, dass auch die mit dem Tod Ringenden sich von ihren Liebsten alleine gelassen fühlen mussten. Und viele stimmt es unendlich traurig, da sie wegen der gebotenen Regeln nicht angemessen Trost spenden konnten. Selbst die Würde des letzten Grußes am Grab wurde pandemiebedingt geschmälert, mussten doch die Trauerfeiern unter strengen Schutzbedingungen stattfinden.
Diese Menschen wollen wir in ihrem Schmerz nicht alleine lassen. Wir wollen ihnen mit unserem Gedenken Solidarität aussprechen. Den Gläubigen unter ihnen wünschen wir Stärke und Rückhalt in ihrem Glauben und die Gewissheit, dass in all der schweren Zeit sowohl die Verstorbenen wie auch die Zurückgebliebenen sich auf Ihn verlassen können, zu dem sie und wir beten.
 

 


 

Sonntag, 8. November 2020:

Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog
lud ein zum Friedensgebet

 
... im Rahmen der Offenburger Friedenswoche am
Sonntag, 8. November 2020,
18.00 Uhr im
Alevitischen Zentrum,
Otto-Hahn-Straße 9a
77652 Offenburg
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

 

 

Grußwort des Erzbischofs Stephan Burger

an die Muslime zum Fastenmonat Ramadan, April 2020

 
Grußwort des Herrn Erzbischofs vom 21. April 2020, das dem Interreligiösen Arbeitskreis zur Weiterleitung an die muslimischen Schwestern und Brüder in Offenburg zuging:

 
 

An die Menschen von Hanau zum Gedenken
an den Terroranschlag vom 19. Februar 2020

 
Wir Mitglieder des „Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg“ möchten den direkt betroffenen Familien, Angehörigen und Freunden unser tiefes Mitgefühl über den erschütternden Anschlag auf das Leben ihrer Liebsten bekunden und fühlen mit ihnen Schmerz und Trauer. Wir beten in allen unseren Religionsgemeinschaften für Sie. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Tagen bei Ihnen.
Unsere Gedanken sind auch bei der Stadtgemeinschaft von Hanau.
Wir hören, dass Sie ein friedliches Zusammenleben der bunten Bewohnerschaft in Ihrer Stadt pflegen, das nun durch diesen Gewaltakt bedroht wird. Doch Sie zeigen der Öffentlichkeit, dass Sie jetzt erst recht zusammenrücken über Nationalitäten und Religionen hinweg. Sie halten einer dumpfen rechtsnationalen Ideologie Ihr Einstehen für die Würde eines jeden einzelnen Menschen entgegen. Respekt statt Hass.

Wir alle nehmen den gegenseitigen Respekt und das gute Einverständnis miteinander im normalen Alltag dankbar hin, und plötzlich werden wir schmerzlich darauf gestoßen, dass sich friedliches Zusammenleben nicht von selbst auf die andern überträgt. Plötzlich wird uns bewusst, dass längst erkannte humanistische und religiöse Werte und demokratische Grundhaltungen nicht automatisch weiter getragen werden. Wenn wir nicht sichtbar in die Öffentlichkeit treten und für unsere Wertevorstellungen und demokratischen Grundüberzeugungen aktiv eintreten, überlassen wir das Feld denen, die sich mehr und mehr trauen, sich laut und mit aggressivem Ton auf Straßen breit zu machen. Von faschistoiden Politikern bestärkt, verwenden sie auch deren menschenverachtende Phrasen. Seit mit dem Einzug der AFD in unsere Parlamente und radikalen Montagsmarschierern unverhohlen Ausgrenzung muslimischer Religionszugehöriger und pauschale Vorverurteilung von Migranten, Verharmlosung von nationalistischen Verbrechen und verkappter Judenhass propagiert werden, fühlen sich Sinnesgleiche ermutigt, ihre Hasstiraden weiterzutragen, das Land nur noch als „ihr“ Land zu betrachten und schließlich Verbrechen zu begehen bis hin zu brutaler Gewaltanwendung und Mord.
 
Als Bürgerinnen und Bürger erkennen wir es als unsere gesellschaftliche Aufgabe, die teils feingewobenen rechtsnationalistischen Parolen als solche zu entlarven, friedlich aber entschlossen dagegen zu halten. Im eigenen Umfeld immer wieder für ein weltoffenes Zusammenleben aller Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen und Religionen sichtbar einzustehen.

Ja, die Gefahren und Vorzüge der Globalisierung müssen kontrovers diskutiert werden, jedoch stets fair, ohne Überheblichkeit und Verachtung der Meinung Anderer. In unserem gegenseitigen Umgang sollte sich die Würde eines jeden Menschen widerspiegeln.

Diesem Anspruch versuchen wir auch mit unserem „Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg“ gerecht zu werden. Auch hier müssen wir immer aufs Neue unsere Aufmerksamkeit auf die liebgewonnenen Selbstverständlichkeiten im Alltag lenken, um rechtzeitig und aktiv unsere Achtung und Wertschätzung des Glaubens der Anderen öffentlich zu bekunden.

Indem wir das tun, tun wir dies auch im Gedenken an Ihren Schmerz und in der Hoffnung, dass dies, was wir uns hier im Kreise von 10 Religionsgemeinschaften gegenseitig zugesagt haben, nämlich in all unserer Verschiedenheit friedlich in unserer Stadtgemeinschaft zusammen zu leben, auch nach außen wirken kann.
 
AK Interreligiöser Dialog, Offenburg, 24. Februar 2020
Bäuerle
 

 
 

Der Interreligiöse Arbeitskreis Offenburg tritt ein für
eine multiethnische und multireligiöse Gesellschaft
Oktober 2019

 

Wir fühlen mit den jüdischen Glaubensgemeinschaften, auf die am 9. 10. 2019 ein antisemitischer Anschlag in Halle verübt wurde. Diesen verurteilen wir aufs Äußerste.

Ein solcher Anschlag, ganz gleich ob gegen eine Religionsgemeinschaft oder gegen Privatpersonen, verstößt gegen die jedem Menschen innewohnende Würde. Daher gilt unser Mitgefühl auch all jenen Menschen, die schon zuvor unter dem menschenverachtenden Hass ideologisch verblendeter religiöser Fanatiker und Rechtsextremisten zu leiden hatten.

Wir wollen Solidarität mit all denen ausdrücken, die für ein menschenwürdiges Zusammenleben der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen eintreten.

Wenn schon nicht aus religiösen Gründen oder aufgeklärtem Humanismus, so müsste doch wenigstens aus gesundem Menschenverstand heraus klar sein, dass nie zu erzwingen ist, dass man alleine unter „Seinesgleichen“ auf der Welt, im Land, in der Region oder in der Kommune sein wird.

Andersdenkende oder Andersgläubige mit hässlichen Hasstiraden, persönlichen Angriffen oder Anschlägen ausschalten zu wollen, führt zu andauerndem Unfrieden, unsäglichem Leid und Zerstörung in einer Gesellschaft, niemals aber zu einer lebenswerten Gemeinschaft. Solche Menschen schaffen für keinen eine bessere Gesellschaft, indem sie andere als „Ihresgleiche“ glauben bekämpfen zu müssen.

Auch durch noch so aggressiv engstirniges Beharren auf die eigene, vermeintlich einzig richtige Ideologie oder Gesinnung lässt sich die – so glauben wir gottgefällige – Vielfalt auf Erden nicht auslöschen.
Es wird – Gott sei Dank – nirgendwo die nur „Ihresgleichen“ geben.

Was können wir Bürgerinnen und Bürger, die sich der Vielfalt des menschlichen Lebens erfreuen, tun?
Wir müssen aufstehen, unser Gesicht zeigen und uns öffentlich den Verschwörungstheoretikern, die mit Ihren Parolen subtil oder offen Hass säen, entgegenstellen.

Liest man zum Beispiel den inzwischen öffentlich gewordenen Kommentar des Herrn Maygutijak, so sei diesem entgegengehalten, dass perfide Unterstellung genau die Methode ist, die „Ihresgleichen“ zu noch mehr Hass aufstacheln.

Wir vom Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg drücken unser Mitgefühl für die Betroffenen des Anschlags in Halle aus und wir sagen deutlich STOPP zu solch verächtlichen Kommentaren.

Für den Arbeitskreis
Karl Bäuerle
 

 

 

Stellungnahme zum antisemitischen Vorfall
am Sonntag, 02. 06. 2019 in Offenburg - Hass löst kein Problem

 
Leider musste der AK interreligiöser Dialog einen unschönen aggressiven Zwischenfall vom Sonntag, dem 2. 6. 2019 zur Kenntnis nehmen, der unseren Jüdischen Glaubensfreunden galt.

Am vergangenen Sonntag drang ein Mann während einer privaten jüdischen Sommerfest-Feier in Offenburg in die Räume der Feiernden und beleidigte die Menschen dort aufs Übelste.
 
Doch: Verachtung Andersgläubigen gegenüber ist keine Lösung im mitmenschlichen Umgang miteinander. Was wollte der betroffene Herr mit seiner Aggression erreichen? Erzeugt Aggression doch stets Verhärtung und will nur weitere sinnlose Aggression provozieren. Was bewegte Ihn, Anderen ihr Lebensrecht abzusprechen? Welch tiefer Hass frisst seine Seele auf?

Die Freiheitsstadt Offenburg trägt in ihrem Wappen das Symbol der offenen Tore. Offenheit, die zu gegenseitiger Achtung einlädt, die uns daran erinnert, tolerant und respektvoll auch die Religionsausübung einer und eines jeden als auch gottgewollte Vielfalt der Menschen zu schätzen und gut zu heißen.

Wir bieten dem Manne an, sich mit uns zu einem Gespräch zu treffen, um seine Vorbehalte anzusprechen, vieleicht auch in der Begegnung zu erfahren, wie das aufeinander Zugehen alte Verhärtungen lösen kann. Im persönlichen Gespräch lässt sich leichter erfahren, dass man nicht mit aller Gewalt die Durchsetzung der eigenen Denk- und Sichtweise erkämpfen muss. Die erfreuliche Erfahrung dabei ist, dass man nichts verliert, aber viel gewinnt!

Wer sich sowohl politisch wie auch religiös die Würde eines jeden Menschen bewusst zu Eigen macht, der wird andere in ihrer jeweiligen Lebensweise akzeptieren können, sofern sie die Grundrechte der Mitmenschen nicht verletzen.

Die Glaubensgemeinschaften im Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg haben sich zum Ziel gesetzt, einem friedlichen Miteinander in unserer Stadt zu dienen.

AK Interreligiöser Dialog, Offenburg, 3. Juni 2019
Bäuerle
 


 

Arbeitskreis interreligiöser Dialog verabscheut
terroristischen Anschlag vom 15. 03. 2019 in Neuseeland

 
Vergangene Woche ermordeten in Neuseeland ein oder mehrere radikalisierte junge Menschen 49 Gläubige beim Freitagsgebet in zwei  Moscheen. Weit entfernt von uns und doch trifft es uns tief in unserer Seele. Wir können es nicht fassen, dass hasserfüllte Fanatiker sich anmaßen, anderen Menschen ein Lebensrecht abzusprechen. Wir empfinden großes Leid und Mitgefühl mit den betroffenen Menschen vor Ort, wie auch mit den Menschen vergangener Attentate.
Wir Glaubensgemeinschaften des  Arbeitskreises interreligiöser Dialog Offenburg verurteilen scharf solche Terroranschläge, ganz gleich gegen wen sie gerichtet sind.
Der hierin sichtbar werdende Hass gegen „die Anderen“ ist Ausdruck  einer Stimmung, die nur noch die eigene Größe und Stärke, die eigene Ideologie und den eigenen Vorteil gelten lässt. Wer anders lebt, denkt und betet, der passt nicht in ihr rassistisches Werteschema, dem sie alleinige Berechtigung zumessen. In ihrer engstirnigen Kleinheit glauben sie, sich über andere erheben zu können. Sie verachten diejenigen, die ihrem Weltbild nicht entsprechen. Auf solchem Hintergrund erwächst eine verirrte Gewalt- und Machtfantasie, und in exzessiver Überhöhung der eigenen Anschauung angesichts der vielfältigen Lebensformen in dieser Welt maßen sich Einzelne an, über anderer Leben richten zu können, selbst zu bestimmen, wer lebenswert ist und wer nicht.
Leidvoll müssen wir wieder und wieder erfahren, wie wichtig es ist, in der Friedensarbeit nicht nachzulassen. Eines unserer wichtigen Ziele im AK ist es, uns in der Vielfalt unseres menschlichen Daseins  gegenseitig zu achten.
Wir wehren uns dagegen, dass radikalisierte Menschen Religionen und Ideologien dafür benutzen, Macht gegen andere Menschen auszuleben, sich verächtlich über andere zu erheben und sich gottgleich über Leben und Tod anderer Menschen zu stellen.
Man möge einer regionalen Initiative vorhalten, gegen islamistischen Terrorismus, rechtsradikale Attentate und Gewalt nicht viel bewirken zu können. Und doch, wo wir vor Ort auch im Kleinen Respekt vor der Haltung und Überzeugung des Nächsten zeigen, wo wir uns bei gegenseitigen Besuchen und Öffnung der Gotteshäuser kennen lernen, miteinander ins Gespräch kommen und Vertrauen entstehen kann, da kann friedliches Zusammenleben wachsen und ausstrahlen.
Deshalb ist wichtig, dass in Offenburg zehn Glaubensgemeinschaften vereinbart haben, jeglicher Gewalt zu widersprechen. Sie alle bekennen sich zu einem Verständnis ihrer religiösen Schriften, das zuvörderst dem Gebot der Nächstenliebe und dem friedlichen Zusammenleben der Menschen verpflichtet ist. Sie alle erkennen an, dass  jedem Menschen, egal welchen Glaubens oder Nationalität, egal welche Kultur und welche Lebensweise jeder pflegt, von Geburt an eine gottgewollte Daseinsberechtigung und Menschenwürde zukommt.
Am Freitag, 29. März 2019, gab es in der Pfarrkirche St-Peter und Paul
in Offenburg Bühl ein Friedensgebet.
Es war gemeinsam gestaltet vom  Arbeitskreis Interreligiöser Dialog und dem Vorbereitungsteam der Pfarrgemeinde.
12. März 2019 Bäuerle
 

 
 

Freitag, 29. März 2019:

Friedensgebet in der Fastenzeit

in der Pfarrkirche St-Peter und Paul in Offenburg Bühl, Bühler Straße 54.
Wir haben hier einige Dokumente der Veranstaltung zu Ihrer Information bereit gestellt.

Ergänzende Interviews zum Friedensgebet als mp3 zum Anhören
 
 
 

Das Friedensgebet wurde gemeinsam gestaltet vom Arbeitskreis Interreligiöser Dialog und dem Vorbereitungsteam der Pfarrgemeinde.

Bäuerle


 
 

Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:00 Uhr, Salmen:

Festakt mit Unterzeichnung der Satzung

Salmen, Lange Straße 51, 77652 Offenburg

Arbeitskreis mit positivem Signal in die Gesellschaft

Über 160 Gäste wollten die feierliche Unterzeichnung der Satzung, die sich der AK „interreligiöser Dialog Offenburg“ gegeben hatte, mit verfolgen. Zu diesem Festakt hatten die 10 Glaubensgemeinschaften am 4. Oktober 2018 in den geschichtsträchtigen Salmen in Offenburg eingeladen.

Begrüßung durch Pfarrer Eberhard Murzko, Frau Aysegül Gül, Herrn Jürgen Kempter
Begrüßung durch Pfarrer Eberhard Murzko, Frau Aysegül Gül, Herrn Jürgen Kempter

Die Gründerväter im Interview: Karl Bäuerle, Bernhard Herrmann, Pfr. Eberhard Murzko mit Moderator Erhard Krumbein
Die Gründerväter im Interview: Karl Bäuerle, Bernhard Herrmann, Pfr. Eberhard Murzko mit Moderator Erhard Krumbein

Das Bekenntnis aller hier vertretenen Religionen, die Botschaft des Friedens in ihrem Glauben als Auftrag für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen zu verstehen, sowie Gewalt und Terror zu ächten, stattdessen die Vielfalt der Schöpfung gutzuheißen, den Kontakt zu suchen, sich kennenzulernen und einander zuzuhören, und bei all den Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten respektvoll miteinander umzugehen – diese Zusage wollten wir öffentlich mit diesem Festakt besiegeln.

Dieses positive Signal und Zeichen der Hoffnung griff Frau Oberbürgermeisterin Schreiner in Ihrem Grußwort auf und würdigte unser Engagement, verbunden mit der Ehre uns ins Goldene Buch der Stadt Offenburg einzutragen.

Grußworte von Frau Oberbürgermeisterin Edith Schreiner
Grußworte von Frau Oberbürgermeisterin Edith Schreiner

Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Offenburg
Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Offenburg

Die eigens für diesen Festakt gegründete interreligiöse Band begeisterte die Gäste mit Liedern und Songs in unterschiedlichen Sprachen.

Die interreligiöse Band
Die interreligiöse Band

Eindrucksvoll auch die türkische Jungengruppe mit dem „Geschwisterlied“, das die Sehnsucht nach Frieden aufgriff und somit das Thema des Abends noch einmal vielstimmig unterstrich.

Die türkische Jungengruppe singt das Geschwisterlied
Die türkische Jungengruppe singt das Geschwisterlied

Das Geschwisterlied mit deutscher Übersetzung
Das Geschwisterlied mit deutscher Übersetzung

Zwischendurch berichteten die Vertreter der Glaubensgemeinschaften in kurzweilig anmoderierten Interviewfragen über die Anfänge, die vielen interessanten Sitzungen bei jeweils wechselnden Gemeinden und diverse Aktionen, von denen die gemeinsame Friedenserklärung und die Doppelplakataktion zu Gewalt und Frieden wohl am stärksten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Aber auch die Perspektiven, wie stärkeres Aufgreifen aktueller Fragen, sowie mehr Öffentlichkeitsarbeit, um die Botschaft der gemeinsamen Friedenserklärung in die Stadtgesellschaft hineinzutragen, zeigen auf, dass der Arbeitskreis noch viel vorhat.

Interview zu 'Ziele und Aktivitäten' - Pfr Eberhard Murzko, Florencio Martinez, Ruslan Manashirov, Gregor Dilger, Erhard Krumbein
Interview zu 'Ziele und Aktivitäten' - Pfr Eberhard Murzko, Florencio Martinez, Ruslan Manashirov, Gregor Dilger, Erhard Krumbein

Nach der feierlichen Unterzeichnung der Satzung folgten die Gäste der Bitte, in das Friedenslied mit einzustimmen und sich gegenseitig Friedensworte zuzusprechen.

Satzungsunterzeichnung - hier Pfr. Laurentiu Bacila
Satzungsunterzeichnung - hier Pfr. Laurentiu Bacila

Satzungsunterzeichnung
Satzungsunterzeichnung
Bei Sekt, Saft und Häppchen fanden die Gäste anschließend ausreichend Gelegenheit für Gespräche untereinander und mit den Akteuren.
 
Dank und Einladung zum Umtrunk - Karl Bäuerle, Pfr. Dirk Schmid-Hornisch
Dank und Einladung zum Umtrunk - Karl Bäuerle, Pfr. Dirk Schmid-Hornisch
 

Unsere Satzung:

Das Unterschriftenblatt:


(Herr Mirzo (Vertreter der Jezidischen Gemeinde) war am Abend verhindert, Herr Link (altkatholische Gemeinde) wurde durch Frau Beate Rothweiler vertreten)

Weitere Presseberichte über unsere Veranstaltung:

Bericht der Stadt Offenburg

Bericht auf baden online

Bericht der Badischen Zeitung


12.10.2018 Bäuerle