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Archiv und Impressionen:
frühere Veranstaltungen
und frühere Stellungnahmen
21.4.2024: Grußbotschaft zum Pessahfest
Mitten im Frühlingsmonat Nissan feiern Sie mit dem ganzen Jüdischen Volk eines Ihrer wichtigsten Feste. Dabei gedenken Sie, wie im Alten Testament in der Exodusgeschichte überliefert, des Auszugs Ihrer Vorfahren aus Ägypten und feiern die Befreiung aus der Sklaverei der Pharaonen.
Dieses wichtige Ereignis in der Geschichte Israels ist für Sie ein großes Fest zugleich der Freude über die Errettung wie auch des Erinnerns an die leidvolle Sklaverei. Für viele Juden ist es auch ein traditionelles Wallfahrtsfest.
Wir wünschen Ihnen während der achttägigen Festlichkeiten mit den bedeutungsvollen rituellen Gebräuchen, wie etwa dem Verzehr von ungesäuertem Brot, eine gute herzliche Gemeinschaft.
Möge die damalige Errettung aus großer Not auch für uns Ansporn sein, uns unablässig für eine friedlichere und weniger leidvolle Welt einzusetzen, für eine Welt, in der wir in gegenseitiger Achtung uns des Zusammenlebens vieler Kulturen und Religionen erfreuen können.
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle
29.3.2024: Grußworte an die Christlichen Gemeinden in Offenburg
Ostern – ein schönes freudiges Fest im christlichen Jahresablauf, das in seiner lebendigen Tradition bis heute zum Mitfeiern anregt.
Während die Orthodoxen Christen nach Julianischem Kalender ihr Osterfest am 5. Mai begehen, ist es bei den westlichen Christen bereits am 30. März soweit (Gregorianischer Kalender).
Für Kinder steht vielfach das freudige Suchen der Ostereier im Vordergrund. Für gläubige Christen bedeutet Ostern ihr höchstes Fest: Nach Palmsonntag, an dem die Christen des feierlichen Einzugs Jesu in Jerusalem gedenken und der anschließenden Karwoche, die den Christen das Leiden Jesu vergegenwärtigt, feiern die Christen dann in der Osternacht und den Osterfeiertagen die Überwindung von Tod und die Auferstehung zum Leben.
Die Mitglieder des Akido wünschen Euch, den Christen, nach der sechswöchigen Fastenzeit nun ein fröhliches Osterfest, bei dem – ganz profan – auch ein "Schokoladehas" und viele bunt bemalte Ostereier den Frühstückstisch schmücken mögen.
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle
22.3.2024: Grußworte an die Jüdische Gemeinde
Also wünschen auch wir, die AKIDO-Mitglieder, Euch ein ausgelassenes Purim-Fest mit viel Freude, Tanz, Gesang, Essen, Trinken und was alles noch dazugehört.
Mit freundlichen Grüßen im Namen des Akido
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle
Podiumsgespräch "Religionsfreiheit - ein schützenswertes Gut!?"
Mittwoch, 13. März 2024, 19 Uhr
im Gemeindesaal der evangelischen Stadtkirche
(Poststraße 16, Seiteneingang)
Zeiten, in denen zudem die Achtung gegenüber Andersdenkenden abnimmt und sich zusehends auch aggressive Intoleranz gegen alles Andersartige ausbreitet.
So schlägt auch Religionen immer wieder Hass entgegen und entsprechend nehmen auch Anfeindungen gegenüber Gläubigen zu.
Der Eintritt war frei
Karl Bäuerle, Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
7.3.2024: Grußworte an die Muslimische Gemeinde in Offenburg
Wir, die Mitglieder des AKIDO, haben in unserer letzten Sitzung den Wunsch zum Ausdruck gebracht, dem Vorstand und der gesamten Moscheegemeinde unsere besten Grüße zum Ramadan mitzugeben.
Im diesjährigen Zusammentreffen der christlichen Fastenzeit mit dem muslimischen Ramadan wird in schöner Weise deutlich, wie wir – in Vielfalt zwar–, aber doch auch gemeinsam versuchen, unserer Berufung als Gottes Geschöpfe nachzuspüren.
Diese bewusste Auszeit vom hektischen Alltagsbetrieb möge unseren menschlichen Geist weit öffnen für Toleranz, Achtsamkeit und Mitmenschlichkeit.
Sie sollten uns im eigenen Umfeld nicht mehr verloren gehen. Lasst uns hoffen und beten, dass sie auch angesichts weltweiter Konflikte nicht mehr und mehr in Bedrängnis geraten.
Wir wünschen Ihnen, der muslimischen Gemeinde, eine gute Zeit, die über den Ramadan hinaus von Gottes Segen begleitet wird.
Wir möchten Euch diese Botschaft im Namen aller Religionsgemeinschaften des AKIDO überreichen.
Das Leitungsteam im Arbeitskreis "Interreligiöser Dialog Offenburg" (AKIDO)
Güllü Erdem, Ruslan Manashirov, Karl Bäuerle
Hass ist eine Form, Macht auszuüben
Offenburger Gedenkstunde zum Tag der Befreiung des Lagers Auschwitz
Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz von der Roten Armee befreit. Auch in Offenburg wird an diesem Tag jährlich den Opfern des Nationalsozialismus’ gedacht. Die diesjährige Gedenkstunde fand unter dem Motto "Liebe und Hass" statt und war besonders den Kindern gewidmet, die durch die nationalsozialistischen Verbrechen fürs Leben gezeichnet wurden. Sei es, dass sie ihre Eltern und Familie verloren oder dass sie von den traumatischen Erlebnissen verfolgt wurden. An der Gedenkstunde nahmen nur wenige städtische Vertreter teil.

Wolfgang Reinbold, Leiter der Abteilung Stadtgeschichte und Heimatpflege, wies gleich zu Anfang auf den Kern der Erinnerungskultur in Offenburg hin: "Nie wieder!" müsse konkret bedeuten, zu verhindern, dass künftig in Europa Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt würden, oder wie zuletzt, Synagogen und Juden noch stärker beschützt werden müssen, als dies ohnehin der Fall sei. Er verwies auch auf den Überfall der Hamas auf Israel als den größten Massenmord an Juden seit 1945, allerdings hätte es in dessen Folge ein "Versagen politischer Verantwortung auf beiden Seiten" gegeben. Das Gedenken und Erinnern, wie es durch die Gedenkstunde gelebt wird, gehöre zum Selbstverständnis deutscher Demokratie. Reinbold mahnte aber auch, dass eben dieses Gedenken in der Gegenwart ständigen Feindseligkeiten von Rechts ausgesetzt sei, die in der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit Deutschlands lediglich eine Schwächung des Wirtschaftsstandorts sehen würden. Im Folgenden legte Reinbold den Schwerpunkt seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Erinnerung und des bürgerschaftlichen Engagements, das immerfort "Brücken bauen" müsse.
Der Weg zum Rechtsstaat sei ein steiniger gewesen, so Reinbold, und dieser Weg müsse immer neu begangen werden. Eine Sisyphosarbeit, die nie beendet, aber doch erfüllend sei. Schließlich resümierte er mit Camus "Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen
vorstellen."
Die Pastoralreferentin Katja Grohmann nahm in ihrer liturgischen Eröffnung Bezug auf die Kindergeneration der Holocaustüberlebenden, indem sie eine Holzeisenbahn zum Symbol der verlorenen Kindheit und der verlorenen Unschuld dieses Gegenstands durch die NS-Deportationen machte. Der Kinder zu gedenken hieße auch, sie zum Teil einer lebendigen Erinnerung zu machen.
Einen solchen Beitrag leisteten anschließend die Schülerinnen Lisann Kümmerle und Nicola Hofsäß, indem sie ihre Beiträge zum Gedenkbuch zu weniger bekannten Offenburgerinnen vortrugen, die als Jüdinnen verfolgt wurden: Betty Knaur und Alice Sapp. Beide waren um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert geboren und erlebten die schweren Wirtschaftskrisen der Weimarer Republik, verarmten, wurden von den Behörden schikaniert und wanderten schließlich aus, nach Kanada und in die USA. Anders als viele Offenburger Juden, die seit den 2000er Jahren die zur Versöhnung ausgestreckte Hand der Stadt annahmen, kehrten die beiden bis zu ihrem Tod nicht mehr zurück.
Wie gingen die Überlebenden mit dem Trauma der Verfolgung um? Katja Grohmann las aus "Meinen Hass bekommt ihr nicht" von Antoine Leiris. Leiris, der seine Frau 2015 bei dem antisemitischen Anschlag auf den Pariser Konzertsaal Bataclan verlor, wehrt sich in seinem Buch gegen den Hass, den die Mörder seiner Frau in ihm geweckt hatten. Er benennt Hass als "Macht, die andere über mich haben. Wenn ich leide, sollen andere auch leiden." Dem wolle er nicht folgen, sondern stattdessen in der Liebe zu seinem Sohn Hoffnung für die Zukunft wecken.
Dieser hoffnungsvollen Geste folgte auch der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg (AKIDO), der in einem symbolischen Mauerbau und -abriss auf diejenigen Einstellungen und Werte Bezug nahm, die trennen und verbinden. Was baut Mauern? "Vorurteile", "Hassbotschaften", "Antisemitismus" und vieles mehr. Anschließend wurden die Steine umgedreht und enthüllten Werte, die Brücken bauen: "Offenheit", "Versöhnung", "Toleranz".
Abschließend verwies Ruslan Manashirov vom AKIDO auf die Bedeutung des Grußes "Shalom": "Frieden soll sein" und gab diesen Gruß an das Publikum weiter. Dem folgte auch Katja Grohmann in ihrem Gebet und dem Segen zum Abschluss der Gedenkstunde. Frieden sei ein Segen Gottes, "damit wir alle zu Friedensboten werden".
"Hoffnungszeichen setzen"
Anlässlich des 79. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz wurde im Salmen den Opfern gedacht. Zwei Schülerinnen recherchierten das Schicksal jüdischer Frauen. "Demokratie ist auf die Beteiligung der Bürger angewiesen", lautete eines der vielen Zitate anlässlich der Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus am vergangenen Samstag im Salmen.
Damit die Verbrechen der Nazis nicht in Vergessenheit geraten, schuf die Stadt Offenburg eine respektable Art der Gedenkkultur: Orte wie der Salmen, der Schillersaal und weitere Gebäude sind seit den späten 70er-Jahren als Erinnerungsstätten deklariert – zahlreiche Veranstaltungen sowie die Installation der sogenannten "Stolpersteine" erinnern an die Geschehnisse während der Herrschaft der Nationalsozialisten.

Die beiden Schülerinnen der jeweils 9. Klassen, Nicola Hofsäß und Lisann Kümmerlin, erinnerten etwa an das Schicksal von Betti Knauer. Sie hatte damals in der Oststadt gelebt und war als Verkäuferin in der Innenstadt tätig. Sie war Jüdin und wurde "zwölf Jahre verachtet, bedroht, beleidigt", so die Recherchen der Schülerinnen. Sie konnte auswandern, ebenso Alice Sapp, geborene Rosenberg.
"Wir wollen Hoffnungszeichen setzen, die das 'Nie wieder' miteinander leben", erweiterte Pfarrerin Katja Grohmann in Bezug auf das Attentat im "Bataclan" in Paris im Jahr 2015.
Die Mitglieder der Vereinigung "Interreligiöser Dialog" waren mit Karl Bäuerle, Ruslan Manashirov, Güllü Erdem und Susanne Maier-Beton vertreten. Sie setzten mit ein starkes Zeichen gegen Hass und für ein Miteinander aller Kulturen. Eine "negative" Mauer aus Kartons mit Aufschriften von Hassbotschaften verwandelten sie in eine "positives Bollwerk gegen Hass".

Sehr einfühlsam umrahmte Markus Raus von der Musikschule Offenburg die Gedenkstunde mit seiner Musik. Als musikalisches Programm hatte er die eindringlichen Töne der jüdischen Klezmer-Tradition herausgesucht. Beim abschließenden Segensgebet wurden die Besucher in den Abend entlassen. "Gehet hin in Frieden", gab ihnen die Pfarrerin mit auf den Weg.
Viele der Besucher durchliefen im Anschluss an die Gedenkstunde dann noch die Sonderausstellung "Auftakt des Terrors – Frühe Konzentrationslager" im Foyer.
Gedenkstunde für die die Opfer des Nationalsozialismus
am Samstag, 27. Januar 2024 um 17 Uhr im Salmen (Mediathek):
"Brücken statt Mauern – mit Worten verbinden"
Der 27. Januar als Holocaust-Gedenktag erinnert weltweit an die Ermordung der Juden und Jüdinnen Europas. Das NS-Regime hat seinerzeit dieses monströse Verbrechen als eines der Haupt-Kriegsziele Deutschlands durchgesetzt. Jüdisches Leben in Deutschland muss nach wie vor besonders geschützt werden.
Anmeldung zur Gedenkveranstaltung wurde erbeten unter
Telefon 0781/822701 oder per E-Mail an salmen@offenburg.de.
Statement des AKIDO zu Toleranz und Demokratie
bei der Demo für Toleranz, Respekt und Vielfalt am 20. Januar 2024

"Als Vertreter des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog Offenburg möchte ich im Namen unserer Religionsgemeinschaften zu Ihnen sprechen:
Demokratie, Freiheit, Menschlichkeit, Begriffe, besser gesagt Werte, von denen wir die letzten Jahrzehnte geglaubt haben, dass sie sich in unserer Gesellschaft ganz selbstverständlich verfestigen und sich auch international ausbreiten werden, da sie der menschlichen Vernunft entsprechen und die Würde des Menschen hoch achten.
Nun aber müssen wir seit einiger Zeit erkennen, dass diese Werte aktiv verteidigt werden müssen und es nicht mehr ausreicht, wenn ihnen eine Mehrheit nur schweigend passiv zustimmt.

Das Streben nach Frieden und Achtung des Mitmenschen, das in all unseren Religionsgemeinschaften Grundlage für ein menschenwürdiges und gottgefälliges Leben ist, wird nicht mehr selbstverständlich geteilt.
Im Gegenteil brechen sich immer unverhohlener Hass, Feindseligkeit und Intoleranz gegenüber der Vielfalt menschlicher Lebensformen, der Herkunft und der Religionen Bahn.
Jetzt, wo rechtsextreme Gruppierungen lautstark und immer aggressiver Menschen mit ausländischen Wurzeln nicht mehr als Mitmenschen tolerieren wollen und sogar deren Vertreibung aus unserem Land propagieren, ist es höchste Zeit dagegen aufzustehen und aktiv für Menschlichkeit Position zu beziehen.


Wir wissen, dass auch Menschlichkeit überfordert werden kann und vertrauen auf eine vernünftige Politik der Zuwanderung.
Doch ist es für das friedvolle Zusammenleben der Menschen unerlässlich, dass wir uns gegenseitig achten, uns der Not anderer öffnen und solidarisch miteinander umgehen
Dies ist für aufgeklärte, vernünftig denkende Menschen eine Selbstverständlichkeit, wie sie es auch für religiöse Menschen ein Gebot ihrer Religion ist.
Darum lasst uns gemeinsam den lauten und frechen Parolen solcher populistischen Demokratieverächter entgegentreten."
Karl Bäuerle, Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg
(Fotos: Seller)
Internationales Fest 2023
Friedensgebet der Religionen
Hier das gesamte Festprogramm zum Download:
Alle Solo-Veranstaltungen zum
"Weg der Religionen" 2023:

Weg der Religionen, Juni 2023: Alt-Katholische Gemeinde St. Mattias

Das Angebot, einen vertiefenden Einblick in unterschiedliche Glaubensgemeinschaften zu erhalten, wurde mit dem Besuch der Alt-Katholischen Gemeinde St. Mattias fortgesetzt.
Weg der Religionen, Mai 2023: Das Alevitentum und Evangelisch in Offenburg

-
3. April 2023:
Einladung der Moscheegemeinde an AKIDO zum Iftar (Fastenbrechen) – auch als Beitrag zur „Woche gegen Rassismus“ -
9. März 2023:
Teilnahme am digitalen Treffen der Räte der Religionen zu „Umgang mit Konflikten“ -
4. März 2023:
Friedensgottesdienst als Kontrapunkt zum AfD-Parteitag in Offenburg
Weg der Religionen, März 2023: ZEN-DOJO Offenburg

Aus Badische Zeitung, 28.2.2023,
zu den schweren Erdbeben in der Türkei und Syrien:
Mitmenschlichkeit bleibt gefragt

Zahlreiche Menschen waren dem Aufruf gefolgt, lauschten den Klängen der Saz, der türkischen Laute, mit denen Garit Umut von der alevitischen Gemeinde die Feier musikalisch untermalte. Die Betroffenheit war ihnen anzusehen. Der Imam des türkisch-islamischen Vereins Atila Korkmaz und der Dede der alevitischen Gemeinde, Erdogan Nayir erhoben ihre Stimme zum Gebet. Im Mittelpunkt der Redebeiträge von Oberbürgermeister Marco Steffens, Initiator Aydin Özügenc und dem Vertreter des Interreligiösen Arbeitskreises stand das Gedenken an die Opfer, das Mitgefühl mit den verzweifelten Menschen, aber auch der Dankes an die vielen Helfer. Eine Schweigeminute schloss sich an.
Die Menschen waren sichtlich bewegt, manche zündeten Kerzen an, einige wischten sich Tränen aus den Augen. Die Trauer und die Verzweiflung seien unermesslich, sagte Marco Steffens. Dieses Erdbeben sei eine Jahrhundertkatastrophe, welches Menschen auf der ganzen Welt und auch hier in Offenburg berühre. "Trauer und Leid finden auch bei uns in Offenburg statt", denn auch hier hätten Menschen Familienmitglieder und Freunde verloren. "Wir denken an Sie", sicherte er den Betroffenen zu. Wichtig sei, dass die Hilfe weitergehe. Den Menschen in Offenburg sei klar, dass Hilfe und ausdauernde Solidarität auch dann noch gebraucht würden, wenn die Bilder aus dem Erdbebengebiet längst von anderen schrecklichen Nachrichten verdrängt worden seien.
Man könne auf die Stadtgemeinschaft bauen. Für die humanitäre Hilfe, die von vielen Menschen mit türkischen und syrischen Wurzeln getragen und von zutiefst betroffenen Offenburgern und Offenburgerinnen unterstützt werde, dankte er von ganzem Herzen.
"Es ist uns ein wichtiges Anliegen, unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl zu zeigen. Es sind Menschen hier, die mit euch leiden", sagte auch Karl Bäuerle, im Vorstand des Interreligiösen Arbeitskreises, den Betroffenen die Solidarität der im Arbeitskreis zusammengeschlossenen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften zu. Der Arbeitskreis sei im Gebet mit all den türkischen und syrischen Familien verbunden und wolle nicht nachlassen, für Menschen in Not da zu sein, egal welcher Nation, Volksgruppe oder Religion sie angehörten.
Solidaritäts- und Gedenk-Veranstaltung
• Begrüßung und Einführung in das Anliegen
• Wortbeitrag vonseiten der Stadt / OB Steffens
• Musikbeitrag Gesang und Saz
• Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin der Moschee-Gemeinde mit Totenruf
• Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin der Alevitischen Gemeinde
• Wortbeitrag eines/einer Vertreters/Vertreterin des AKIDO
• schweigende Gedenkminute
• Musikbeitrag Gesang und Saz
Der Redebeitrag des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog zum Download:
Gedenkgebet für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien

Der Wortbeitrag des Arbeitskreises Interreligiöser Dialog zum Download:
Das waren die Duo-Veranstaltungen 2022
beim Weg der Religionen:
Impression vom 17.11.2022 bei der Evangelischen Stadtkirche

Impressionen vom 22.10.2022 bei der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde:


Impressionen vom 22.10.2022 beim Zen-Buddhistischen Dojo:


Impressionen vom 23.10.2022 bei der Jüdischen Mikwe:



Impressionen vom 23.10.2022 bei der Alt-Katholischen Kirche:


Das war der festliche Eröffnungsakt am 3.10.2022 zum „Weg der Religionen“
im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Offenburg:
• Bericht in der Badischen Zeitung vom 5.10.2022:


Impressionen vom Eröffnungsakt "Weg der Religionen"























davon:
- Festakt im Saal ca. 3/4 Std.
- anschließende Moscheeführung und Fragenaustausch: ca. 3/4 Std.
- Besuch der nächsten Station, Neuapostolische Kirche: ca. 1 Std.
Bundeskongress der Räte der Religionen am 11./12. September 2022 in Berlin
Der Kongress beginnt am Sonntag mit einem interreligiösen Friedensgebet am Brandenburger Tor.
Anschließend setzt sich die Tagung im Roten Rathaus fort. Dort wird es Gelegenheit geben, sich über die interreligiöse Arbeit der Teilnehmenden auszutauschen und sich gegenseitig kennenzulernen, bevor am Nachmittag ein neuer Sprecher*innenrat gewählt wird und organisatorische Fragen wie der Austragungsort für 2023 abgestimmt werden.
Abends wird ein kultureller Abend mit Grußworten etwas von der religiösen und interreligiösen Vielfalt Berlins sichtbar machen.
Der Montag beginnt ebenfalls mit spirituellen Impulsen, ehe dann im Anschluss Prof. Dr. Riem Spielhaus den Hauptvortrag zum Thema „Religion im öffentlichen Raum“ halten wird.
Anschließend werden in verschiedenen Arbeitsgruppen überregional relevante Themen bearbeitet und die interreligiöse Arbeit weiterentwickelt.
Karl Bäuerle

Gemeinsames Gebet der Religionen

Karl Bäuerle






Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog lud ein zum Friedensgebet
Wir verweisen auf die jedem Menschen gegebene Würde, egal welcher Nation, Religion, gesellschaftlicher Stellung oder welchen Geschlechts.
Dabei ziehen wir auch eine Parallele zwischen Religion und Grundgesetz. Auch die Gründerväter unserer Republik haben diese Menschenwürde als unantastbares Gut in unser Grundgesetz aufgenommen.
Friedensgebet am
77652 Offenburg
Karl Bäuerle
Der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V.
lud ein zum
Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2021

Am Sonntag, 05.09., lud der Verein für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen e.V. zum
Europäischen Tag der jüdischen Kultur 2021 ein.
79312 Emmendingen
24. August 2021: Die Würde des Menschen ist unantastbar
Wie kommen Menschen dazu, ihre eigene Sichtweise für einzig richtig und absolut zu halten, dass sie die Buntheit dieser Welt nicht ertragen und Fremdes, Andersartiges glauben hassen oder gar auslöschen zu müssen?
Hat doch jeder Mensch auf dieser vielgestaltigen Erde die gleiche Wertschätzung verdient, wie sie manche für sich selbst gerne als Respekt einfordern.
Wer in anderen Kulturen, Religionen oder mit anderen Erfahrungen aufwächst, wird auch andere Wahrnehmungen machen und zu anderen Schlüssen kommen. Das ist in unserer vielgestaltigen Welt so – und es ist gut so. Welch eine Hybris zu glauben, das eigene Denken, der eigene Wissenshorizont, die eigene Überzeugung und Haltung hätten für den Rest der Welt verbindlich zu sein.
Wenn wir an die wesenseigene Würde eines jeden Menschen glauben, sehen wir darin zugleich auch eine Verantwortung, ja einen Handlungsauftrag, diese Würde in unserem Alltag auch zu leben. Uns wurde Geist und Verstand geschenkt, damit wir diesen zum Wohle der Menschheit und der Umwelt einsetzen. Doch sich über fremde Menschen, andere Lebensweisen oder Überzeugungen zu erheben, verletzt unserer Überzeugung nach auch die eigene Würde, die uns als Menschen doch auszeichnet.
Wir hoffen mit unserem Engagement des interreligiösen Dialogs zu mehr gegenseitiger Achtung beitragen zu können und der Würde des Menschen gerecht zu werden.
Karl Bäuerle, 24. August 2021
15. Mai 2021: Stellungnahme des
Arbeitskreises Interreligiöser Dialog Offenburg
zum neuerlichen Palästinensisch-Israelischen Gewaltausbruch
Gedenken an die Verstorbenen der Pandemie
Sonntag, 8. November 2020:

Der Arbeitskreis Interreligiöser Dialog
lud ein zum Friedensgebet
77652 Offenburg
Grußwort des Erzbischofs Stephan Burger
an die Muslime zum Fastenmonat Ramadan, April 2020
An die Menschen von Hanau zum Gedenken
an den Terroranschlag vom 19. Februar 2020
Unsere Gedanken sind auch bei der Stadtgemeinschaft von Hanau.
Wir alle nehmen den gegenseitigen Respekt und das gute Einverständnis miteinander im normalen Alltag dankbar hin, und plötzlich werden wir schmerzlich darauf gestoßen, dass sich friedliches Zusammenleben nicht von selbst auf die andern überträgt. Plötzlich wird uns bewusst, dass längst erkannte humanistische und religiöse Werte und demokratische Grundhaltungen nicht automatisch weiter getragen werden. Wenn wir nicht sichtbar in die Öffentlichkeit treten und für unsere Wertevorstellungen und demokratischen Grundüberzeugungen aktiv eintreten, überlassen wir das Feld denen, die sich mehr und mehr trauen, sich laut und mit aggressivem Ton auf Straßen breit zu machen. Von faschistoiden Politikern bestärkt, verwenden sie auch deren menschenverachtende Phrasen. Seit mit dem Einzug der AFD in unsere Parlamente und radikalen Montagsmarschierern unverhohlen Ausgrenzung muslimischer Religionszugehöriger und pauschale Vorverurteilung von Migranten, Verharmlosung von nationalistischen Verbrechen und verkappter Judenhass propagiert werden, fühlen sich Sinnesgleiche ermutigt, ihre Hasstiraden weiterzutragen, das Land nur noch als „ihr“ Land zu betrachten und schließlich Verbrechen zu begehen bis hin zu brutaler Gewaltanwendung und Mord.
Ja, die Gefahren und Vorzüge der Globalisierung müssen kontrovers diskutiert werden, jedoch stets fair, ohne Überheblichkeit und Verachtung der Meinung Anderer. In unserem gegenseitigen Umgang sollte sich die Würde eines jeden Menschen widerspiegeln.
Diesem Anspruch versuchen wir auch mit unserem „Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg“ gerecht zu werden. Auch hier müssen wir immer aufs Neue unsere Aufmerksamkeit auf die liebgewonnenen Selbstverständlichkeiten im Alltag lenken, um rechtzeitig und aktiv unsere Achtung und Wertschätzung des Glaubens der Anderen öffentlich zu bekunden.
Indem wir das tun, tun wir dies auch im Gedenken an Ihren Schmerz und in der Hoffnung, dass dies, was wir uns hier im Kreise von 10 Religionsgemeinschaften gegenseitig zugesagt haben, nämlich in all unserer Verschiedenheit friedlich in unserer Stadtgemeinschaft zusammen zu leben, auch nach außen wirken kann.
Bäuerle
Der Interreligiöse Arbeitskreis Offenburg tritt ein für
eine multiethnische und multireligiöse Gesellschaft
Oktober 2019
Ein solcher Anschlag, ganz gleich ob gegen eine Religionsgemeinschaft oder gegen Privatpersonen, verstößt gegen die jedem Menschen innewohnende Würde. Daher gilt unser Mitgefühl auch all jenen Menschen, die schon zuvor unter dem menschenverachtenden Hass ideologisch verblendeter religiöser Fanatiker und Rechtsextremisten zu leiden hatten.
Wir wollen Solidarität mit all denen ausdrücken, die für ein menschenwürdiges Zusammenleben der Kulturen, Religionen und Weltanschauungen eintreten.
Wenn schon nicht aus religiösen Gründen oder aufgeklärtem Humanismus, so müsste doch wenigstens aus gesundem Menschenverstand heraus klar sein, dass nie zu erzwingen ist, dass man alleine unter „Seinesgleichen“ auf der Welt, im Land, in der Region oder in der Kommune sein wird.
Andersdenkende oder Andersgläubige mit hässlichen Hasstiraden, persönlichen Angriffen oder Anschlägen ausschalten zu wollen, führt zu andauerndem Unfrieden, unsäglichem Leid und Zerstörung in einer Gesellschaft, niemals aber zu einer lebenswerten Gemeinschaft. Solche Menschen schaffen für keinen eine bessere Gesellschaft, indem sie andere als „Ihresgleiche“ glauben bekämpfen zu müssen.
Auch durch noch so aggressiv engstirniges Beharren auf die eigene, vermeintlich einzig richtige Ideologie oder Gesinnung lässt sich die – so glauben wir gottgefällige – Vielfalt auf Erden nicht auslöschen.
Es wird – Gott sei Dank – nirgendwo die nur „Ihresgleichen“ geben.
Was können wir Bürgerinnen und Bürger, die sich der Vielfalt des menschlichen Lebens erfreuen, tun?
Wir müssen aufstehen, unser Gesicht zeigen und uns öffentlich den Verschwörungstheoretikern, die mit Ihren Parolen subtil oder offen Hass säen, entgegenstellen.
Liest man zum Beispiel den inzwischen öffentlich gewordenen Kommentar des Herrn Maygutijak, so sei diesem entgegengehalten, dass perfide Unterstellung genau die Methode ist, die „Ihresgleichen“ zu noch mehr Hass aufstacheln.
Wir vom Arbeitskreis interreligiöser Dialog Offenburg drücken unser Mitgefühl für die Betroffenen des Anschlags in Halle aus und wir sagen deutlich STOPP zu solch verächtlichen Kommentaren.
Für den Arbeitskreis
Karl Bäuerle
Stellungnahme zum antisemitischen Vorfall
am Sonntag, 02. 06. 2019 in Offenburg - Hass löst kein Problem
Am vergangenen Sonntag drang ein Mann während einer privaten jüdischen Sommerfest-Feier in Offenburg in die Räume der Feiernden und beleidigte die Menschen dort aufs Übelste.
Die Freiheitsstadt Offenburg trägt in ihrem Wappen das Symbol der offenen Tore. Offenheit, die zu gegenseitiger Achtung einlädt, die uns daran erinnert, tolerant und respektvoll auch die Religionsausübung einer und eines jeden als auch gottgewollte Vielfalt der Menschen zu schätzen und gut zu heißen.
Wir bieten dem Manne an, sich mit uns zu einem Gespräch zu treffen, um seine Vorbehalte anzusprechen, vieleicht auch in der Begegnung zu erfahren, wie das aufeinander Zugehen alte Verhärtungen lösen kann. Im persönlichen Gespräch lässt sich leichter erfahren, dass man nicht mit aller Gewalt die Durchsetzung der eigenen Denk- und Sichtweise erkämpfen muss. Die erfreuliche Erfahrung dabei ist, dass man nichts verliert, aber viel gewinnt!
Wer sich sowohl politisch wie auch religiös die Würde eines jeden Menschen bewusst zu Eigen macht, der wird andere in ihrer jeweiligen Lebensweise akzeptieren können, sofern sie die Grundrechte der Mitmenschen nicht verletzen.
Die Glaubensgemeinschaften im Arbeitskreis Interreligiöser Dialog Offenburg haben sich zum Ziel gesetzt, einem friedlichen Miteinander in unserer Stadt zu dienen.
AK Interreligiöser Dialog, Offenburg, 3. Juni 2019
Bäuerle
Arbeitskreis interreligiöser Dialog verabscheut
terroristischen Anschlag vom 15. 03. 2019 in Neuseeland
Wir wehren uns dagegen, dass radikalisierte Menschen Religionen und Ideologien dafür benutzen, Macht gegen andere Menschen auszuleben, sich verächtlich über andere zu erheben und sich gottgleich über Leben und Tod anderer Menschen zu stellen.
Freitag, 29. März 2019:
Friedensgebet in der Fastenzeit
in der Pfarrkirche St-Peter und Paul in Offenburg Bühl, Bühler Straße 54.
Wir haben hier einige Dokumente der Veranstaltung zu Ihrer Information bereit gestellt.
Das Friedensgebet wurde gemeinsam gestaltet vom Arbeitskreis Interreligiöser Dialog und dem Vorbereitungsteam der Pfarrgemeinde.
Bäuerle
Donnerstag, 4. Oktober 2018, 19:00 Uhr, Salmen:
Festakt mit Unterzeichnung der Satzung
Salmen, Lange Straße 51, 77652 OffenburgArbeitskreis mit positivem Signal in die Gesellschaft
Über 160 Gäste wollten die feierliche Unterzeichnung der Satzung, die sich der AK „interreligiöser Dialog Offenburg“ gegeben hatte, mit verfolgen. Zu diesem Festakt hatten die 10 Glaubensgemeinschaften am 4. Oktober 2018 in den geschichtsträchtigen Salmen in Offenburg eingeladen.
Das Bekenntnis aller hier vertretenen Religionen, die Botschaft des Friedens in ihrem Glauben als Auftrag für ein friedvolles Zusammenleben der Menschen zu verstehen, sowie Gewalt und Terror zu ächten, stattdessen die Vielfalt der Schöpfung gutzuheißen, den Kontakt zu suchen, sich kennenzulernen und einander zuzuhören, und bei all den Unterschieden, aber auch Gemeinsamkeiten respektvoll miteinander umzugehen – diese Zusage wollten wir öffentlich mit diesem Festakt besiegeln.
Dieses positive Signal und Zeichen der Hoffnung griff Frau Oberbürgermeisterin Schreiner in Ihrem Grußwort auf und würdigte unser Engagement, verbunden mit der Ehre uns ins Goldene Buch der Stadt Offenburg einzutragen.
Die eigens für diesen Festakt gegründete interreligiöse Band begeisterte die Gäste mit Liedern und Songs in unterschiedlichen Sprachen.
Eindrucksvoll auch die türkische Jungengruppe mit dem „Geschwisterlied“, das die Sehnsucht nach Frieden aufgriff und somit das Thema des Abends noch einmal vielstimmig unterstrich.
Zwischendurch berichteten die Vertreter der Glaubensgemeinschaften in kurzweilig anmoderierten Interviewfragen über die Anfänge, die vielen interessanten Sitzungen bei jeweils wechselnden Gemeinden und diverse Aktionen, von denen die gemeinsame Friedenserklärung und die Doppelplakataktion zu Gewalt und Frieden wohl am stärksten in der Öffentlichkeit wahrgenommen wurden. Aber auch die Perspektiven, wie stärkeres Aufgreifen aktueller Fragen, sowie mehr Öffentlichkeitsarbeit, um die Botschaft der gemeinsamen Friedenserklärung in die Stadtgesellschaft hineinzutragen, zeigen auf, dass der Arbeitskreis noch viel vorhat.
Nach der feierlichen Unterzeichnung der Satzung folgten die Gäste der Bitte, in das Friedenslied mit einzustimmen und sich gegenseitig Friedensworte zuzusprechen.
Unsere Satzung:
Das Unterschriftenblatt:
(Herr Mirzo (Vertreter der Jezidischen Gemeinde) war am Abend verhindert, Herr Link (altkatholische Gemeinde) wurde durch Frau Beate Rothweiler vertreten)
Weitere Presseberichte über unsere Veranstaltung:
12.10.2018 Bäuerle


















