Zen-Buddhismus

Der Gedanke der universellen Verbundenheit spielt im Zen-Buddhismus eine zentrale Rolle, ebenso wie der des Mitgefühls.

Friede beginnt damit, dass jeder von uns sich jeden Tag um seinen Körper und seinen Geist kümmert.“

ThichNhatHanh (geboren in Vietnam, Zen-Meister)


Das Geheimnis des Zen besteht darin, in einer Haltung tiefer Konzentration einfach zu sitzen, ohne Ziel und ohne Streben nach Nutzen. Dieses derart uninteressierte Sitzen nennt man Zazen, wobei Za "sitzen", und Zen "Meditation, Konzentration, Versenkung" bedeutet. Die Haltung, die Essenz des Zen, wird in einem Dojo, dem Ort der Übung des Weges, gelehrt. Der innere Raum wird erweitert und auf natürliche Weise kraftvoll und friedfertig, indem die Beziehung zu sich und seiner Umwelt wieder ins Gleichgewicht kommt.

Zen benötigt nichts anderes als sich hinzusetzen und zu sein. Diese Erfahrung mit dem Wesen der Existenz lässt uns inneren Frieden finden und eine Möglichkeit,  völlig frei zu leben, ohne von der Wirklichkeit getrennt zu sein.

 

Geschichte


Siddhartha Gautama, der spätere Buddha, wurde etwa 560 v. Chr. in Lumbini geboren. Er entstammte dem Adelsgeschlecht der Sakyer (daher die Bezeichnung Buddha Sakyamuni) und verbrachte eine unbeschwerte Jugend im materiellen Überfluss. Mit 29 Jahren verlässt er die Palastanlage seiner Familie und begegnet dabei zum ersten Mal einem Greis, einem Schwerkranken und einem Toten. Nun weiß er, dass Alter, Krankheit und Tod unausweichlich mit dem menschlichen Leben verbunden sind. Die ihm bislang selbstverständlichen Vergnügungen verlieren ihren Reiz und er beschließt, von jetzt an die Grundlage für nicht vergängliches, dauerhaftes Glück zu suchen. Nach sechs Jahren der Askese erkennt er in tiefer Meditation das Wesen des Geistes und wird damit erleuchtet, also ein Buddha, ein "vollkommen Erwachter". Von nun an lehrt er 45 Jahre lang, gründet einen Mönchs- und einen Nonnenorden und gewinnt viele Laienanhänger. Er stirbt mit 80 Jahren, empfiehlt jedoch kurz vor seinem Tod den Anhängern seiner Lehre dieser nicht blind zu folgen, sondern alles anhand der eigenen Erfahrung zu überprüfen.

Dogen Zenji (1200-1253) und KeizanZenji (1268-1325), die Begründer des japanischen Soto-Zen, waren zwei der bedeutendsten religiösen Persönlichkeiten ihrer Zeit. Die Essenz ihrer übermittelten Lehre und ihres Geistes besteht in der Ausübung von Zazen.

SawakiKodoRoshi (1880-1965) war einer der wichtigsten Zen-Meister des 20. Jahrhunderts. Als ein großer Reformator führte er das Zen wieder zur ursprünglichen Frische und Einfachheit des "Zazen selbst" zurück.

Das Offenburger Zen-Dojo


besteht seit 1998 und steht jedem offen, der sich für die Praxis von Zazen interessiert. Einführungen in Zazen finden jeden ersten Freitag im Monat um 19:00 Uhr statt. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Das Dojo ist Mitglied der Internationalen Zen-Vereinigung (AZI), die von Meister TaisenDeshimaru, einem Schüler von KodoSawaki, gegründet wurde. Geleitet wird das Dojo von Florent Hogen Martinez und von Eva Mokusen Martinez, die vor über 25 Jahren zum Mönch/zur Nonne ordiniert worden sind.

www.zen-dojo-offenburg.de/